Jubiläum Theater WiWo 2005: Zwanzig Jahre auf der Bühne

 

 

 

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Jubiläum Theater WiWo 2005: Zwanzig Jahre auf der Bühne

 

Hier geht es zur "Familien-Extra"-Aktion der Stadtwerke Leipzig
Danke an den Spender unseres Fußbodenbelages - zur Website unseres Spenders
Ab sofort können Sie Ihre Freunde, Bekannten, Familienangehörige und wen auch immer mit einer elektronischen Grußkarte aus dem Sterntaler erfreuen. Hier können Sie es gleich ausprobieren.

 

Hier geht es zurückObwohl der Dezember (zum Glück!) für uns Puppenspieler ein eigenes, rasantes Tempo hat, so wollen wir eine Denkwürdigkeit nicht ausser Acht lassen: Nach unserem Studium (Schauspiel und Theaterwissenschaft) und einschlägigen Theatererfahrungen kam es im Dezember 1985, also vor genau 20 Jahren, im Rathaussaal des Stadtgeschichtlichen Museums in Leipzig zur ersten eigenen Produktion und öffentlichen Puppenspielaufführung von Wi und Wo.

Am Anfang stand, wie immer, eine Vision: die der künstlerischen Freiheit. Die Liebe zum Puppentheater war schon lange vorhanden, seine Vorzüge stellten sich bald heraus: Puppentheater ist Theater en miniature, also universell! Es fing ganz unspektakulär an, mit einer Annonce in der LVZ! Dort kündigte das Stadtgeschichtliche Museum für den Dezember 1985 eine Ausstellung an: Puppenspiel in Sachsen. Gerber Wolfgang witterte Morgenluft und bot sich an, eine Aufführung in dieser Ausstellung zu spielen. Das Museum war einverstanden und die Arbeit begann, denn, wie gesagt, es gab ja bis dahin nur die Vision, keine Bühne, keine Puppe, kein Stück.

Mit der Gründung des Puppentheaters begann auch die gemeinsame Arbeit von Wi und Wo. Das darstellerische und handwerkliche Talent Wos fand eine sinnvolle Ergänzung in Wis dramaturgischen Ambitionen. So entstanden eigene Bühnen, Kulissen, Puppen und Stückvorlagen, eine eigene künstlerische Handschrift prägte sich aus.

Das Stück "Kasper auf Reisen", mit dem alles begann, , steht heute zu Recht nicht mehr auf dem Spielplan von Wi und Wo. Doch bald folgte der Durchbruch.

Zur Zeit sind acht Titel im Repertoire des Puppentheaters, einer davon auch auf Englisch, dazu kommen auf einer zweiten Schiene von Wi und Wo mehr als zehn Lese- und Theaterprogramme zu Autoren wie Ernst Balach, Nelly Sachs, Johannes Bobrowsky, Felix und Fanny Mendelssohn, Curt Goetz u.a. Das Puppenspiel bildet jedoch den Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit. Der Aufführungsstil von Wi und Wo ist charakterisiert durch die Balance zwischen Werktreue und Originalität; vielfach werden schauspielerische Elemente mit dem Puppenspiel kombiniert wie z.B. in der Inszenierung "Der Kleine Prinz".

Bisher 19 Auslandstourneen unternahmen Wi und Wo, hinzu kommt die Teilnahme an verschiedenen Festivals. Seit 1997 gibt es den Zusammenschluss mit anderen Puppenspielern aus Leipzig im Puppentheater Sterntaler.

Zu Ehren des 20jährigen Jubiläums von Wi und Wo zeigen wir, wieder im Rahmen einer Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum, diesmal im Neubau, Böttchergässchen 3, am Montag, 12. Dezember 05, 16 Uhr unseren von einer Fangemeinde alljährlich erwarteten Klassiker "Die Weihnachtsgans Auguste". Diese Geschichte von der Gans, die zum Liebling der Familie Löwenhaupt wird, passt genau zum Thema der Ausstellung: FAMILIENBANDE: Von der heiligen Familie zur Patchworkfamily (22.11.05 bis 15.01.06).

Weitere Projekte von Wi und Wo werden mit Sicherheit folgen: Nach “Schneewittchen” in 2006 folgt die nächste Premiere am 07. März 2007 im Puppentheater Sterntaler mit ”Mein lieber, frecher Kasper”..

Wilmi und Wolfgang Gerber

Artikel in der Leipziger Volkszeitung zu 20 Jahre Theater WiWo vom Januar 2006

 

Wilmi Gerber

 

Wolfgang Gerber